Aufpassen, bei zu hohen Rendite-Versprechen

Viele Anleihen haben in der Vergangenheit leider nicht das gehalten, was sie versprochen haben. Ein Musterbespiel ist „Prokon“. Anleger, die in die Prokon Anleihe investiert haben, wurden von großspurigen „Zinsversprechen“ angelockt, wobei am Ende die Insolvenz den Traum hat platzen lassen. Ob die Anleger komplett leer ausgehen oder nicht, hier dabei abschließend noch nicht geklärt.

Fakt ist, dass sich Anleger in ein erhöhtes Risiko begeben, denn Anleihen sind Fremdkapital und kein Eigenkapital. Bitte informieren Sie sich immer schon im Vorfeld über den Emittenten, also der Herausgeber der jeweiligen Anleihe und prüfen Sie insbesondere, ob der Emittent in der Vergangenheit schon erfolgreiche Anleihen emittiert hat. Ist dies nicht der Fall, so ist große Warnung gegeben, denn in diesem Fall spielen Sie mit dem finanziellen Totalverlust, wenn der Emittent sein Zinsversprechen nicht halten kann.

Im Regelfall ist zu sagen, dass ein Zinsversprechen weit über dem Niveau von Mitbewerbern oftmals ein erstes Warnsignal ist. Man versucht mit einem erhöhten Zinsniveau die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Trennen Sie stets strikt die Spreu vom Weizen, denn ansonsten ist ein Totalverlust vorprogrammiert.

Staatsanleihen oder Firmenanleihen: Was ist besser?

Kauft man lieber Staatsanleihen oder lieber Firmenanleihen? Auch das ist eine berechtigte Frage. Bei Staatsanleihen ist der Schuldner der Staat, sodass eine Insolvenz hier natürlich wesentlich unwahrscheinlicher ist. Als Inhaber einer Staatsanleihe erhalten Sie laufende Erträge vom Staat. Ratingagenturen bewerten die Staaten je nach Ausfallrisiko, bei Staaten mit höherem Ausfallrisiko im Regelfall einen höheren Zinssatz abwerfen. Dafür geht man aber auch ein höheres Risiko ein.

Auch hier gilt es natürlich, auf das Risiko in Kombination mit der jeweiligen Zinshöhe zu schauen und sich keinesfalls von einem zu hohen Zins blenden zu lassen. Auch Staaten können pleite gehen, auch wenn das Risiko oftmals geringer ist.